Das Hirnstübchen
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Ägypten

Pharaonengrab

Der Sonne verwandt, strahlender Herrscher am Nil!
Erhobst dich über die Welt, warst für sie Gott.
Dein Weg über Leichen und erniedrigte Seelen zum Ziel -
sagtest: Nur mir gebührt Unsterblichkeit im prunkvollen Grab.

In Leinenbinden, welk, die balsamierte Haut.
Erstickt, die goldene Pracht in Dunkelheit.
Wahnwitz in Stein, zu Grabanlagen erbaut;
ein Denkmal krankhaften Hochmuts, dein prunkvolles Grab.

Der Fluch von Sterblichen hat dich entehrt!
Gezerrt ans Licht, begafft durch Panzerglas,
enthüllte Nacktheit, die Gänsehaut beschert -
entmenschlichte Armseligkeit - gehievt aus prunkvollem Grab.

Einst im Versteck auf die Erweckung zum Gotte harrend
ist längst der einsame Ort touristisch erschlossen:
Massen Touristen weithin, ihren Zutritt erwartend.
Doch Mauern nur, das Inventar verschleppt aus prunkvollem Grab.

Öd, die Grabesstätte, zerbröckelnder Putz.
Vergebens der riesige Aufwand, den Tod zu bestechen,
mit Balsam, Dekorum, Gold in des Mauerwerks Schutz.
Armer Herrscher vom Nil: Niemand oder jeder ist unsterblich!
Wozu dein prunkvolles Grab?

Montagsdichter




 
 
 
 
 
 
 
 
 
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