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Reim auf Klimawandel

Monate hat es nicht mehr geregnet:
Den Menschen ist die Dürre begegnet.
Es flimmert die Hitze über dem Feld.
Bilder wie diese - rund um die Welt.

Nun schlagen die Flammen aus dürrem Geäst.
Sie züngeln und springen, vertilgen den Rest.
Zitternd die Luft von schwelender Glut,
geschwärzt die Mauern, zerfallen das Gut.

Rings umher in den Hügelketten
lodert das Feuer aus Büschen und Hecken,
zieht drohend dahin der dunkle Rauch,
verbrannt ist die Erde, versengt jeder Strauch.

Wochenlang hat es nur noch geregnet.
Den Menschen ist die Angst begegnet.
Es steigt die Flut in Stadt und Feld.
Bilder wie diese - rund um die Welt.

Da sprengt die Flut des Flusses Damm,
trägt braunen Schaum auf ihrem Kamm
und stürzt sich reißend in die Stadt,
die solches nie gesehen hat.

Meterhoch stehen Straßen und Gassen
in schlammig fließenden Wassermassen.
Die tragen mit sich, was lose und schwimmt.
Verzweiflung! Bis der Pegel sinkt.

Anderswo toben Stürme im Land,
bringen Menschen um den Verstand.
Taifun Olga zerstört ein Zirkuszelt.
Bilder wie diese - rund um die Welt.

Dort fliegen im Sturme die Ziegel davon
selbst Dächer sind der Kräfte Lohn.
Mit Leichtigkeit er Bäume bricht
und Wellen treibt mit weißer Gischt.

Schweigsam steh ich auf der Brücke,
spähend nach der großen Lücke.
Doch unten auf der Autobahn
schließt eines an das nächste an.

Und Tag wie Nacht, am Himmel oben,
wird ein Abgasnetz gewoben.
Ich denk, dass jeder Passagier
sein Quäntchen abbekommt, von hier.

Wie ein Geschehen aufs andere folgt,
hat auch das Klima seine Folgen.
Und auch der Mensch im großen Stau
kennt wohl die Folgen sehr genau.

Gerhard Oppel /Montagsdichter

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