Das Hirnstübchen
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Schüler namens Amok

Ausschnitt aus Montagsdichters E-Book
»Im Studierkäfig knallt's« - kostenlos erhältlich, hier im Download unter www.oppelweb.de

Seit der Niederschrift dieses Kapitels sind einige Jahre ins Land gegangen und ich sehe mich dazu gedrängt, weitere Geschehnisse einzuflechten, die Vorstehendes leider nur bestätigen.
Die Amokläufer aus USA haben nun auch in unserem Lande Nachahmer gefunden, die in ihrer Brutalität keineswegs zurückstehen.
April 2002, Erfurt, Gutenberg-Gymnasium:
Nachdem der Amokschüler sechzehn Menschen ermordet hatte, tötete er sich selbst.
November 2006, Emsdetten, Geschwister-Scholl-Realschule: Die Bilanz dieses Schülers waren siebenundzwanzig, zum Teil schwerstverletzte Lehrer und Schüler, ehe er sich selbst richtete.
Immer lösen solche Taten tiefe Bestürzung und Ratlosigkeit aus. Bis bald darauf in den Medien wieder Stimmen laut werden, die eine Verschärfung des Waffengesetzes, das Verbot von brutalen Gewalt- und Mördervideospielen oder ein besseres Freizeitangebot für Jugendliche fordern. Manche möchten auch gern den betreffenden Eltern die Ohren lang ziehen. Na schön, macht, was sinnvoll ist und redet nicht nur davon, alleine, das wird nicht ausreichen!
Niemand kam meines Wissens auf die Idee, wir alle miteinander, jeder für sich, sollten uns an den Ohren fassen. Die Jugend ist nämlich gewissermaßen der Spiegel, in den eine Gesellschaft guckt und wenn uns das nicht gefällt, was wir darin erblicken, so tragen wir eigentlich selbst daran Schuld. Einige Rezepte, wie solchem Makel zu begegnen wäre, werden auch im weiteren Verlauf dieses Buches angesprochen. Tatsächlich gibt es verräterische Substantive, welche die Schieflage einer Gesellschaft aufdecken können, soferne man deren Wortgehalt als gesellschaftliche Zustandsbeschreibung ansehen kann oder möchte. Solches Vorgehen erhebt keinen Anspruch auf Berechenbarkeit, es ist nur Vermutung und Ansichtssache, also ein Hinterfragen was das Volk in sich fühlen könnte.
Hier folgen einige Begriffe - unvollständig, willkürlich - die in diesem Sinne um dein Votum bitten ...

Egoismus, Rücksichtslosigkeit, Skrupellosigkeit, Rechthaberei, Feindseligkeit, Materialismus, Ausbeutung, Verlogenheit, Brutalität, Mord, Genusssucht, Unmoral, Heuchelei, Gleichgültigkeit, Ellenbogengesellschaft.

Eine kleine Gegenkontrolle ist empfehlenswert, auch einmal nach ebenso vielen Begriffen zu fahnden, die ein entgegengesetztes Gesellschaftsbild entstehen lassen.
Versuche es doch einmal, bevor ein Vorschlag folgt!
Das Ergebnis könnte uns etwas selbstgefällig, vielleicht zu geschönt oder gar scheinheilig vorkommen, wenn jemand ernsthaft behaupten möchte, solch liebenswürdiges Miteinander wäre in unserem Lande vorherrschend und vor allem auch für Leute zutreffend, die Macht, Einfluss und das Sagen haben:

Gemeinschaftssinn, Rücksichtnahme, Brüderlichkeit, Verständnisbereitschaft, Nächstenliebe, Idealismus, Großzügigkeit, Wahrhaftigkeit, Güte, Ehrfurcht, Moral, Hilfsbereitschaft, Nachsichtigkeit, Engagement, Vorbildfunktion.

Genug davon? Das kann ich gut verstehen, also begeben wir uns jetzt in das Hirnstübchen eines Amokläufers, um zu sehen, welche Gedanken vor seiner letzten Tat durch seinen Kopf gingen. Amokschüler X aus Emsdetten hatte seinen Abschiedsbrief auf seiner Homepage veröffentlicht und für jedermann zugänglich gemacht und der sei wegen der Einzigartigkeit dieses traurigen Dokuments abschließend kommentarlos eingefügt. Die damit stark beanspruchten und herausgeforderten Leser mögen spätestens bis zum Ende dieses Buches zu einer ehrlichen, tragfähigen Meinung kontra Amokschütze kommen, das wünschte ich mir von Herzen. Die Polizei stufte das folgende Dokument nach ersten Erkenntnissen als authentisch ein.
Interssiert? Einfach das ebook im Download herunterladen!

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